Snowfarming

 

Ramsau am Dachstein betreibt Snowfarming bereits seit dem Winter 2013. Ein großer Schneehaufen wird dafür jedes Jahr produziert bzw. gesammelt und am Ende des Winters abgedeckt. Sinn und Zweck ist, den übriggebliebenen Schnee des vergangenen Winters im Jahr darauf wieder einsetzen zu können. Dabei wird der Schnee ohne Einsatz von Chemie unter einer Schicht Hackschnitzel gelagert. Damit der Regen den Schnee nicht zum Schmelzen bringt und ein besserer Schutz vor der Sonneneinstrahlung gegeben ist, kommt zusätzlich eine weiße Schutzfolie zum Einsatz. Bei entsprechender Konservierung bleiben bis zu 80 Prozent des Schneevolumens erhalten.

Somit können die ersten Loipen bereits Anfang/Mitte November im Langlaufstadion präpariert werden. Die Lagerung von Schnee bzw. Eis geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals wurden sogenannte Eiskeller errichtet, um über die Sommermonate stets mit Eis versorgt sein zu können. Der Ansatz der Ramsau ist natürlich ein anderer. Die Touristiker wissen, dass die Produktion von Schnee in den Monaten Jänner und Februar viel weniger Energieaufwand mit sich bringt, als in den Monaten November und Dezember. Warum also diesen schmelzen lassen? Aktives Schneemanagement der Umwelt zuliebe, lautet die Devise.