Der Dachstein – UNESCO Weltnaturerbe

Der Dachstein zählt zu den fünf meistbesuchten Ausflugszielen der Steiermark.

Schon die Auffahrt mit der Dachsteinseilbahn ist ein Erlebnis. Stützenlos werden 1.000 Höhenmeter, vorbei an steil abfallenden Felswänden, in nur sechs Minuten überwunden. Am Dachsteingletscher angekommen, erschließt sich der Zugang zu einer grandiosen Hochgebirgslandschaft mit der wohl breitesten Angebotspalette im gesamten Alpenraum.

Tägliche Informationen über Wetterlage und Pistenverhältnisse, Preise, Veranstaltungen, News, etc. erhalten Sie auf www.derdachstein.at.

 

Ein Korallenriff 3000 m über dem Meer. 

Trotz aller Erschließung finden sich gerade im Dachsteingebirge noch zahlreiche Möglichkeiten ruhige und urweltliche Landschaften zu erleben. Gerade die Dachstein Tauern Region bietet einen erstaunlichen Einblick in die Erdgeschichte. Hier befindet man sich an der Nahtstelle zwischen dem Urgestein der Zentralalpen und den bizarr aufgefalteten Sedimenten des Urmeeres. Das Dachsteingebirge ist das mächtigste Korallen- und Muschelriff der nördlichen Kalkalpen. Gegen die lieblichen Landschaften der Niederen Tauern, gekrönt von schneidigen Berggraten, hunderten von kristallklaren Bergseen, stürzenden Wassern und tief eingeschnittenen, wildromantischen Tälern, wirken die Abbrüche der Dachstein-Südwände wie ein gigantisches ausgebleichtes Gerippe eines Urzeit-Wesens.

Hier bewegt sich der Wanderer und Kletterer tatsächlich auf dem zerklüfteten Boden des Urmeeres. Eine Vielzahl fossiler Meereslebewesen zeugt von der zu Stein gewordenen Einheit der Gegenpole Berg und Meer. Gletscher schufen die malerische Seenlandschaft des Salzkammergutes, prägten den Charakter des Ennstals und formten die Hochfläche von Ramsau am Dachstein.

Das etwa 18 km lange Hochplateau ist der durch Schleiferosion glattgeschliffene Gletscherboden des einst über tausend Meter dicken Ennsgletschers. Das Ennstal liegt heute vier- bis fünfhundert Meter tiefer als die sonnige Hochfläche der Ramsau. Der Dachstein ist mit 2.996 Metern Höhe der höchste Berg der Steiermark.

Die Bundesländergrenze von Oberösterreich und Salzburg sowie Steiermark verläuft am Dachsteinmassiv, der Gipfel liegt jedoch in der Steiermark. Der Hohe Dachstein ist gleichzeitig der zweithöchste Gipfel der Nördlichen Kalkalpen und der Dachsteingletscher das östlichste Eisfeld der Alpen.
Torstein (2.948 m), Mitterspitz (2.925 m) und Hoher Dachstein (2.996 m) bilden gemeinsam das „Dreigestirn“.

Zudem sind die bis zu 1000 Meter senkrecht abfallenden, rötlich gefärbten Wandfluchten der Südwände einmalig. Hallstätter-, Schladminger- und Gosaugletscher sowie kleinere Gletscher bilden das ewige Eis am Dachstein (über 110 Mio. m3 Eismasse). Der Dachstein ist ein typisches Karst-Gebiet und so existieren unzählige Höhlen. Die bekanntesten befinden sich in Obertraun (Weltkulturerbe Dachstein Eishöhlen).
Der Dachstein hat viele Gesichter: sonnige Südwände und zerklüftete Gletscher, geheimnisvolle Karsthochflächen und gezackte Grate. Der Dachstein ist der Hauptgipfel des Dachsteinmassivs. Er hat die Form eines Doppelgipfels: Dem Hohen Dachstein ist 400 m nördlich der Niedere Dachstein mit einer Höhe von 2.934 m vorgelagert. Durch seine Höhe und Attraktivität ist der Berg seit dem 19. Jahrhundert für Bergsteiger zum beliebten Ziel geworden. Der Dachstein-Pionier und Geologe Friedrich Simony, der u.a. für den Bau des ersten Klettersteigs der Alpen, auf den Dachstein, verantwortlich war, erforschte die Zusammensetzung des Gesteins am Dachstein. Im 19. Jahrhundert beschrieb und benannte er diese Art von Kalkgestein (hellgrau bis weißlich, manchmal rötlich sowie relativ rein) als „Dachsteinkalk“. Diese Gesteinsart ist weit verbreitet in den Nördlichen Kalk- sowie den Julischen Alpen, kommt aber auch in Sizilien, Kalabrien, am Balkan oder der südlichen Türkei vor.