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Apr 03

Mode einst und jetzt

Skilehrer auf der Walcheralm mit Keilhosen von Schneider Schrempf

Keilhose und Norwegerpulli

In den 1970er Jahren wurden die Skilehrer der gesamten Region mit Keilhosen von Schneidermeister Norbert Schrempf eingekleidet. „Die hochwertigen Stoffe wurden aus der Schweiz bezogen. An die 300 Stück Keilhosen wurden zum Teil für die Wintersaison genäht“, so Norbert Schrempf. Auch heute noch wird beim Sport- und Trachten-Schneidermeister in 3. Generation die Keilhose nach Maß angefertigt, aber auch Dirndlkleider, Trachten- und Freizeitanzüge in modernem Design. Einen Einblick in das Gewerbe der Maß-Schneiderei geben „der alte und der junge“ Meister jeden Montag um
15 Uhr.

Die Lodenhose

Neues Design und altes Handwerk kombiniert perfekt die Lodenskihose vom Ramsauer Lodenwalker. „Im vergangenen Jahr wurde unsere Wintersporthose zum Sieger beim Innovations- und Meisterstückebewerb in der Kategorie Handwerk gewählt“, freut sich Betriebsleiter Jörg Steiner. Die Ski- und Snowboardhose aus gewalktem Loden in trendigen Farben und schickem Schnitt schlägt gekonnt eine Brücke zwischen traditionellem Handwerk und modernen Nutzungsansprüchen. Die Hose aus traditionell gewalktem Loden ist wasserabweisend, wärmeregulierend, atmungsaktiv und strapazfähig. Diese positiven Eigenschaften wissen nicht nur Pferdeschlittenfahrer oder Jäger zu schätzen, sondern auch Sportler.

 

 Der Parallelschwung

Anfang der 30er Jahre wurde der Parallelschwung durch Anton Seelos entwickelt. Mit dieser Technik eroberte er die Silbermedaille bei den ersten Weltmeisterschaften in Mürren 1931. Zu dieser Zeit gab es noch keine spezielle Skikleidung. Die „Alltagskleidung“ wurde auch zum Skifahren genutzt. Erst die Entwicklung zum Breitensport zur Mitte des 20. Jahrhunderts brachte funktionelle Bekleidung mit sich. Steghose, selbst gestrickte Norwegerpulli, Wollfäustlinge und Wollmütze waren obligat. Die Ski waren aus Holz und Skischuhe wurden geschnürt. Steifgefrorene Handschuhe und eiskalte Zehen gehörten zum Skialltag.

Skifahren

Moderne Skibekleidung ist abgestimmt auf Funktionalität, Qualität und Design. Die Liste der Materialien und Funktionen ist dabei mindestens so lange wie die Bedienungsanleitung eines Festplattenrecorders. – 4-Wege Stretchmaterial, 3D-Netz Schultereinsatz, ergonomische Ellbogen, leichtes Stretchfutter, Schneefang, wasserdichte Reissverschlüsse, Wassersäule mit 20.000 mm, Atmungsaktiv mit 20.000 g/m² – 24 h, etc.

Unterwäsche

Genügte in frühen Jahren die weiße Woll oder Baumwollwäsche, so ist heutzutage Funktion, gesteuert durch intelligente Textilien, wichtig. Spezielle Sportwäsche regelt die Körpertemperatur, unterstützt die natürliche Physiologie des Körpers und fördert so die Leistungsfähigkeit.

Skitouren

Die Anforderungen der Kleidung beim Skitourengehen sind mit die anspruchvollsten. Beim Aufstieg muss der Schweiß abtransportiert werden, um nicht zu unterkühlen. Bei der Abfahrt ist winddichtes Material gefragt. Neue, innovative Textilien in mindestens 3 Lagen gewährleisten Atmungsaktivität, Windschutz, Wärme und geringes Gewicht in Einem.

Langlauf

Knickerbockerhosen waren als Langlaufkleidung bis in die 90er en vogue. Der Langlaufboom des letzten Jahrzehnts hat auch in der Funktionalität und im Design Großes bewirkt. Die Materialien sind windabweisend, atmungsaktiv, warm und letztendlich auch modisch und trendy geworden.

 

 

 

Dieser Artikel erschien im Der Dachsteiner Winter 2011/12

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