
Der Dachstein. Ein hochalpines Paradies für Bergwanderer, Bergsteiger und Kletterer.
Die äußerst imposanten Felsabstürze der Dachstein Südwand auf der Ennstalseite stehen im Gegensatz zu den Gletschern, Karen und der einzigartigen Hochfläche "Am Stein" in Norden.
Ab der Bergstation (2.700 m) gibt es eine Vielzahl verlockender Tourenziele. Die Qualität jeder Klettertour hängt wohl immer vom gebirgsbildenden Gestein ab. Dachsteinkalk ist das bedeutendste Gesteinsvorkommen vieler Gebirgsgruppen in den Alpen (z.B. Marmolada). Unter kundigen Kletterern bürgt der Name "Dachstein" für Qualität.
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| Der Johann | Allgemeines: "Der Johann", wie der Klettersteig durch die Südwand der Dachsteinwarte heißt, wurde 1999 von Ramsauer Bergführern errichtet.
Er ist mit Abstand der anspruchsvollste auf der Südseite des Dachsteingebiets. Die Kletterstrecke beträgt ca. 800 m bei 600 m Wandhöhe! Schon für den Zustieg ist alpine Erfahrung notwendig. Im Frühsommer sind Steigeisen beim Zustieg vorteilhaft.
Der Steig selbst ist hervorragend abgesichert durch ein durchgehendes Stahlseil mit 30 mm Durchmesser.
Empfehlenswert, nur bei Schönwetter!
|  Topo aus "Kletterarena Dachstein Süd", Schall-Verlag, Wien; http://www.schall-verlag.at/ | | Schwierigkeit: D/E |

Ausrüstung: Brust-Sitzgurt, Klettersteigsicherung mit Falldämpfung, Steinschlaghelm, feste Bergschuhe (ev. Steigeisen und Pickel) sowie Sicherungsseil. | | Anforderungen: Alpine Erfahrung, Kraft für 3 Klimmzüge, Kondition für ca. 5 Stunden | | Begehungszeitraum: Juni bis Mitte Oktober, günstigste Zeit Mitte Juli bis Mitte September | | Ausgangspunkt: Parkplatz Dachstein-Südwandbahn | Zustieg: Vom Parkplatz zur Südwandhütte. Von hier Weg Richtung Tor-Bachlalm absteigend, nach ca. 100 m rechts abzweigen (Steig, nicht markiert). Einstiegsweg zur Dachstein-Südwand. Über eine ca. 100 m hohe, gegliederte Wandstufe gut gangbar, rote Punkte, auf einen bewachsenen Grashang. Diesen empor und bei einer deutlichen Markierung nach links in einen Sattel. Vom Sattel links zuerst leicht absteigend, in das Schuttkar unter der Dachstein-Südwand (Steig) Spuren. |
 | | | Einstieg: Unmittelbar links neben der markanten Felsnadel (Beginn der Sicherungen, Anseilplatz) | | Routenverlauf: siehe Ansteigskizze | | Zeit: Aufstieg (2 Stunden Zustieg, 3 Stunden Klettersteig) | | Gipfel: Dachsteinwarte, 2740 m. Möglichkeit zum Aufstieg auf den Hohen Dachstein, 2995 m, über Klettersteig Schulter oder Randkluftanstieg, ca. 1,5 Stunden. | Abstieg: Ausstieg direkt bei der Seetalerhütte auf der Dachsteinwarte. Ca. 30 Minuten zur Bergstation der Seilbahn. Letzte Talfahrt ca. 17.10 Uhr. |
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| Der Ramsauer Klettersteig | Allgemeines: Der Ramsauer Klettersteig verläuft im Gratbereich zwischen Edelgrießhöhe und Gruberscharte. In seinem Verlauf werden der Gamsfeldspitz, 2655m und der Scheichenspitz, 2664m bestiegen. Der Klettersteig bietet herrliche Ausblicke auf einen großen Teil der Ostalpen. |  Topo aus "Kletterarena Dachstein Süd", Schall-Verlag, Wien; http://www.schall-verlag.at/ | Bis ins späte Frühjahr Schneereste (vor allem an den Nordflanken) vorhanden! Für die Überquerung des Edelgrieß-Gletschers können Steigeisen erforderlich sein! | Schwierigkeit: Fast durchgehend A/B bis B, einige Passagen B/C und C, zumeist verbunden mit großer Ausgesetztheit. | Ausrüstung / Material: Komplettes Klettersteig-Set, Steinschlaghelm und ev. Steigeisen für die Überquerung des Edelgrieß-Gletschers. Für unsichere Geher und Kinder zusätzlich Seilsicherung. | Höhenunterschied / Zeitaufwand: Länge der Klettersteig-Überschreitung (Edelgrießhöhe bis Gruberscharte): 4 km / 450 Hm (inkl. Gegenanstiege) / 3 Std.; im Gesamten: Hunerkogel - Edelgrießhöhe - Ramsauer Klettersteig - Guttenberghaus - Ramsau: ca. 13 km / 6-7 Std.; in umgekehrter Richtung (mit Aufstieg zum Guttenberghaus) etwa 1,5 Std. länger. Mit Aufstieg über das Edelgrießkar 2 Std. länger (plus 810 Hm). | Ausgangspunkt: Bergstation Hunerkogel der Dachstein-Gletscherbahn, 2687m; bzw. auch Talstation, 1680; bzw. auch Hotel Feisterer, 1150 m. | Routenverlauf: Beginn des Klettersteiges auf der Niederen Gamsfeldspitze 2.611 m (2h) Den Sicherungen folgen, meist auf dem Grat, manchmal an der Süd- oder Nordseite knapp darunter auf die Hohe Gamsfeldspitze 2655 m. Immer auf- und abklettern, bis beim Schmiedstock, nach einem Abstieg auf die Südseite die steilste und sportlich schönste Stelle der Tour kommt die "Gelbe Rampe". Sehr steil und ausgesetzt tlw. mit Hilfe von Eisenklammern in die Scharte östlich des Schmiedstockes und immer leichter werdend zum Gipfel der Scheichenspitze 2667m. Ende des Ramsauer Klettersteiges, hervorragende Aussicht in die Hohen und Niederen Tauern (2-3 h) | Abstieg: Ausstieg bei der Gruberscharte dann den Wanderweg entlang zum Guttenberghaus marschieren von dort den Abstieg nach Ramsau. |
| Klettersteig Irg | Allgemeines: Die neueste Klettersteig-Kreation im Einzugsbereich der Dachstein-Gletscherbahn wird allen Ansprüchen eines modernen, knackigen Klettersteiges gerecht und wurde im Herbst 2004 vom Ramsauer Bergführer Hans Prugger unter Mithilfe von Bergführerkollegen angelegt.
|  Topo aus "Kletterarena Dachstein Süd", Schall-Verlag, Wien; http://www.schall-verlag.at/ | Schwierigkeit: B bis C, einige Passagen C/D und D; vor allem im ersten, sehr steilen Wandaufbau streckenweise sehr ausgesetzt und auch konstant kraftraubend. | Ausrüstung / Material: Komplettes Klettersteig-Set, Steinschlaghelm und ev. Steigeisen für die Überquerung des Edelgrieß-Gletschers. Für unsichere Geher zusätzlich Seilsicherung. |

Höhenunterschied / Kletterzeit: Bis zum Gipfel 400 Hm, davon 350 Hm gesichert / 2-2,5 Std. | Routenverlauf: Ausgehend vom Koppenkar, welches am besten von der Bergstation der Dachstein Gletscherbahn über den Rosmariestollen und den Edelgrießgletscher erreicht, führt der neue Klettersteig Irg über den Süd-Ostsporn und in weiterer Folge über den Nordgrat auf den Gipfel. Sehr schöner Aussichtsberg in unmittelbarer Nähe der Hunerkogel-Bergstation mit einem "Schönheitsfehler" (am Gipfel befindet sich eine Richtsendeanlage des Österr. Bundesheeres mit Materialseilbahn). |
 | | | Der Abstieg erfolgt über den bereits seit vielen Jahren bestehenden Klettersteig "Koppenkarstein Westgrat", über den Niedere Koppenkarstein zur Austriascharte und in weiterer Folge zum Schladmingergletscher bzw. Bergstation der Dachstein Gletscherbahn. |
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| Eselstein Jubiläums-Klettersteig | Allgemeines: Der 1991 angelegte "Jubiläums Klettersteig" über den Südgrat auf den Eselstein (auch als Feisterkarspitze bezeichnet) erfüllt alle Anforderungen des routinierten Klettersteig-Fans: Sonnige Lage, steilste und abwechslungsreiche Steiganlage, kurzer Zustieg (vom Guttenberghaus), problemloser Abstieg. Ein ideal angelegter Klettersteig des gehobenen Anspruchs.
|  Topo aus "Kletterarena Dachstein Süd", Schall-Verlag, Wien; http://www.schall-verlag.at/ | Schwierigkeit: C bis D, zwischendurch A und B | Ausrüstung: komplettes Klettersteig Set, Steinschlaghelm | Anforderungen: Klettersteigsicherung oder Seilsicherung. Alpine Erfahrung | | Ausgangspunkt: Guttenberghaus ca. 2 1/2 Stunden | Zustieg: Vom Hotel Feisterer führt ein gut markierter Wanderweg (Nr. 616) zum Guttenberghaus von hier Richtung Gruberscharte auf dem Höhenwanderweg Nr. 618 und nach etwa 20 Minuten Abzweigung (Tafel: Klettersteig) des Geröllsteiges rechts aufwärts zum Einstieg (Tafel) | Routenverlauf: Links einer Steinschlaggefährdeten Rinne aufwärts (B), brüchige Querung nach rechts und über den ersten steilen Grataufschwung (C/D) empor. Es folgt ein flaches Gratstück, ein kurzer aber steiler Aufschwung (D) und ein kurzer Grat zum gossen Turmaufbau. Über Platten linkshaltend (C/D) in die markante, seile Kaminverschneidung (C) und zuletzt sehr ausgesetzt (D) auf den Turmgipfel. Über den flachen Grat (A) und den letzten Steilaufschwung (C/D) zum Ausstieg. Linkshaltend zum Westrücken und in Kürze zum Gipfel. | Abstieg: In der Ostflanke des Eselsteins (Steigspuren, Steinmänner) zum markierten Weg Nr. 674 und über die Feisterscharte zurück zum Guttenberghaus sowie Talabstieg nach Ramsau.
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| Westgrat am Koppenkarstein | Allgemeines: Relativ einfacher und leicht zu erreichender Gipfel, dessen Westgrat (ursprünglich im 2. Schwierigkeitsgrad) nun fast vollkommen versichert wurde. Sehr schöner Aussichtsberg ins Dachsteinmassiv und Ostalpen. | | Schwierigkeit: A und A/B, einige Passagen B | | Ausrüstung: Klettersteigsicherung | Zustieg: 15 - 20 Minuten. Von der Bergstation Gletscherbahn in östlicher Richtung über den obersten Schladminger Gletscher kurz abwärts und rechtshaltend leicht ansteigend (zumeist deutliche Spuren) zur Randkluft und zum Beginn der Sicherungen etwas rechts des "Rosmarien-Stollens" (führt an die andere Bergseite und wird über eine Leiter erreicht). Oder zu den gut sichtbaren Sicherungen am Grat, diese führen nur bis zur Flugsicherungstafel und in weiterer Folge zur Austriascharte. | Routenverlauf: Linkshaltend an der Nordseite aufsteigen (A und B) zur Grathöhle und in Kürze (etwas absteigend) zur "Austria Scharte". Nun immer entlang des Grates bzw. teilweise in den Flanken ausweichend, ohne Orientierungsprobleme zum Gipfel mit der Sendestation (durchwegs sehr gut versichert, A und A/B, eine kurze Passage B). | Abstieg: 1 Stunde. Wie Aufstieg zurück zum Schladminger Gletscher und Wiederaufstieg zur Bergstation Dachstein Gletscherbahn. |

| Klettersteig "Hoher Dachstein" | Allgemeines: Der Gipfel des Hohen Dachsteins ist mit 3 Klettersteigen erschlossen. Von Osten: Schulter-Anstieg (B, 2 Stunden) Von Norden: Randkluft-Anstieg (B, 1 Stunde) Von Westen: Westgrat (A/B, 1,5 Stunden) Randkluftanstieg wurde bereits 1841 von J. Ramsauer und F. Linertner bestiegen. Er ist auch heute noch am meisten begangen. Der Randkluftanstieg ist mit Metall-Griff- und Trittbügel, Schulter und Westgrat mit durchgehendem Drahtseil gesichert. Wegen der großen Steinschlaggefahr unbedingt nur am Steig klettern! | | Schwierigkeit: A/B, B | Ausrüstung: Klettersteigsicherung, Steinschlaghelm, feste Bergschuhe, bei Vereisung Steigeisen und Pickel. | Anforderungen: Klettersteigsicherung oder Seilsicherung, alpine Erfahrung, manchmal wegen großem Andrang etwas Geduld. | Ausgangspunkt: Schulter und Randkluft Dachsteinwarte-Hütte. Von hier in wenigen Minuten zum Einstieg zur Schulter ca. 30 Minuten zur Randkluft. Für den Westgrat ist der Ausgangspunkt die Adamekhütte am Gosaugletscher. | Zustiege: Schulter: Leicht ansteigend in NW-Richtung zum von der Schulter herabziehenden Felspfeiler. Vorsicht beim Überstieg vom Gletscher zum Fels. Randkluft: Am Schultereinstieg vorbei, ansteigen über den Gletscher hinauf (Vorsicht Spalten) zum unteren Ende der Gipfelschlucht. Vorsicht bei der Randkluft! Westgrat: Von der Adamekhütte Richtung SO über den Gosaugletscher hinan bis in die obere Windlucke. | Routenverlauf: Schulter: Über den SO-Pfeiler auf die Schulter (waagrechtes Gratstück am Ostgrat), weiter über das "Mecklenburgerband" in die Gipfelschlucht. Hier mündet der Randkluftanstieg ein. Dieser verläuft im Bereich der Schlucht bis zum Gipfel. Randkluft: Zuerst ca. 15 m rechtshaltend, dann verläuft der Steig im Bereich der Schlucht bis zum Gipfel. Vorsicht auf lose Steine! Westgrat: Über den teilweise breiten Grat bis zum Gipfel. | Abstieg: Kürzester Weg ist der Randkluftanstieg, bei Stauungen empfiehlt sich der Abstieg über den nicht so steilen Westgrat und dann über den Gosaugletscher (teilweise Spalten) zurück über die Steinerscharte zum Hallstättergletscher und zurück zur Bergstation Dachstein-Gletscherbahn. |

| Klettersteig kleiner und großer Gjaidstein | Allgemeines:
Leichter Klettersteig mit herrlichem Gletscher-Rundblick vom Hohen Dachstein bis zum Koppenkarstein. Der Steig verläuft über den großteils wenig steilen Südkamm des Hohen Gjaidstein, wobei auch der Kleine Gjaidstein überschritten wird. |  |
| Schwierigkeit: Größtenteils A und A/B; kurze Passagen nach dem Kleinen Gjaidstein beim Aufstieg zum Hohen Gjaidstein bis max. B. | | Ausrüstung /Material: Klettersteig-Grundausrüstung | Zustieg: Von der Bergstation der Seilbahn am Hunerkogel über den Gletscher den markierten Weg zum Gjaidsteinsattel unterhalb der Bergrettungshütte. | Routenverlauf: Ohne Orientierungsprobleme immer entlang des markierten Steiges bzw. der Versicherungen sanft ansteigend zum kleinen Gjaidstein (2737m). Danach kurz bergab und am Kamm weiter zum Hohen Gjaidstein (2794m). Gratlänge Gjaidsteinsattel Kleiner Gjaidstein 500 m Gjaidsteinsattel Hoher Gjaidstein 1500 m. Gesamteinstufung: Leichter Klettersteig der Trittsicherheit erfordert. Wunderbarer Aussichtsberg im Nahbereich der Bergstation Hunerkogel. Weiterwanderung zum Krippenstein möglich. | | Abstieg: 50 min. Wie Aufstieg |

| Klettersteig Hunerschartesteig | Allgemeines: Der Aufstieg zur Hunerscharte ist in den letzten 200 Hm versichert und als Klettersteig nur von untergeordneter Bedeutung. Er stellt jedoch die einfachste, wenn auch konditionell anspruchsvolle, Möglichkeit dar, zum Gletscher- Hochplateau zu gelangen (mit Ausnahme der Seilbahn natürlich). | Schwierigkeit: Großteils A und A/B, einige Stellen (Ausstiegsrampe) B | | Ausrüstung /Material: Klettersteig-Grundausrüstung | Routenverlauf: Von der Dachstein-Südwandhütte den markierten Weg in NÖ-Richtung ca. 2 Stunden zum Einstieg. Der Steig führt von der Südwandhütte über einen Rücken nach rechts aufwärts in das Kar der Schwadering. Am oberen Ende dieses Kares führt ein versicherter Felsensteig über eine Plattenzone in die Hunterscharte und auf den Gletscher. Zeit: ca. 1 Stunde | | Abstieg: Wie Aufstieg oder Talfahrt mit der Dachstein-Gletscherbahn |
| Sky Walk Klettersteig D/E | Der neue "Sky Walk-Klettersteig" führt tatsächlich "dem Himmel entgegen" und wird den anspruchsvollen und den Schwierigkeiten gewachsenen Klettersteigfan mit Sicherheit begeistern. Viel Armkraft, Mut und Erfahrung ist allerdings notwendig, um den neuen Sportklettersteig bezwingen zu können und dabei auch Spaß zu haben – also nichts für Gelegenheits-Klettersteiggeher oder gar Anfänger! Mehrere Passagen erreichen - im Bereich des teilweise überhängenden Pfeilers sogar in kurzen Abständen – den Klettersteig-Schwierigkeitsgad D/E, also schon extrem schwierig. Im Erstzustand war der Klettersteig sogar noch schwieriger (E), wurde aber kurz darauf mit ein paar zusätzlichen Tritt-/Griffbolzen ein wenig "entschärft".
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Topo aus "Klettersteigatlas Österreich", Schall-Verlag, Wien; http://www.schall-verlag.at/ |

Beschreibung: Nach der langen Einstiegsquerung vom Hunerscharten-Steig geht‘s ordentlich zur Sache, zum Rasten kommt man bei den anhaltenden Schwierigkeiten kaum. Kraftausdauer ist in sehr hohem Maße erforderlich, eine Kurzfixierung (kurze, zusätzliche Bandschlinge mit Klettersteig-Karabiner od. 1-2 Expressschlingen) zur Armentlastung sehr zu empfehlen. Kletterschuhe (ohne Profil) od. spezielle Klettersteig-Schuhe (an der Schuhspitze profillos) für bessere Reibung auf den Tritten sind von Vorteil. Der Zustieg zum Einstieg ist ein Abstieg, und führt von der Bergstation bergab zur Hunerscharte und dann über die Plattenrampe (A-B) des obersten "Hunerscharten-Steiges" absteigend zur Abzweigung des "Sky-Walk-Klettersteiges" (insgesamt 20 –25 Min.). Es gibt zwar am Beginn der langen Einstiegsquerung einen kleinen Anseilplatz, es wird aber empfohlen, das Klettersteigset bereits in der Hunerscharte anzulegen. Der neue "Sky Walk-Klettersteig" wird sicherlich eine große Anziehungskraft auf extreme Ferratisten ausüben und reiht sich als weitere Attraktion nahtlos im Reigen der großartigen Dachstein-Klettersteige ein. | Schwierigkeiten: Schwierigkeit: Extrem schwierig. Mehrere Passagen D/E und längere Abschnitte durchwegs D, selten leichter. Im Mittelteil stellenweise extrem ausgesetzt und sehr Kraft raubend. Gesamtanforderung: extrem | Besondere Gefahren: Steinschlaggefahr im gesamten Mittelteil durch vorausgehende Kletterer. Vor allem im letzten Klettersteigabschnitt (Querung und Ausstiegsbereich) auf loses Gestein achten und keinen Steinschlag auslösen! Beste Jahreszeit: Juni - Oktober |
 | | Zeiten / Höhenunterschiede: Zustieg: 25 Min. im Abstieg von der Bergstation, bzw. Aufstieg über den "Hunerscharten-Steig" von der Talstation (1,5 Std.) Klettersteig: 1-2 Std. / 150 Hm (Kletterstrecke ca. 260 m) Abstieg: keiner (Ausstieg bei der Bergstation) Zeitaufwand gesamt: 1,5-2,5 Std. Exposition: Südost bis Süd Sicherungen: super; durchgehendes Stahlseil, einige Tritt-/Griffbolzen Funfaktor: super Gestein: Kalk Flucht- / Abbruchmögl.: keine Orientierung: einfach |
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| Kinder / Jugendliche: ab 16 Jahren. | Ausrüstung: Klettersteigset, Helm, mittelfeste Bergschuhe od. Kletterschuhe, ev. zusätzliche Kurzfixierung zur Entlastung der Arme bzw. zum Rasten. Errichtung / Betreuung: Juli 2006 / Planai-Hochwurzenbahnen GmbH., Hans Prugger u. Alex Seebacher Karten: ÖK 12, F&B WK 281, AV-Karte Nr. 14 |
Neu: Klettersteig "Hias" Neben einem "Johann" und "Irg" hat die Dachstein-Region nun auch einen "Hias"!
 | | Ein brandneuer (Juni 2006), kleiner, sportlicher und pfiffiger Klettersteig in Talnähe und somit auch für weniger konditionsstarke und alpin nicht so versierte Klettersteigler sehr gut geeignet.
Zustieg und Abstieg sind kurz, der Klettersteig ist nicht sehr lang, aber knackig - und die Silberkarklamm ist auch landschaftlich besonders schön!
Wer nach dem Steig noch einen kleinen "Kick" braucht, dem sei die "Schleierwasserfall-Leiter" (tw. überhängend!) in der Klamm empfohlen! |
| Hias Klettersteig | Anreise: Von Schladming in die Ramsau oder von Haus im Ennstal nach Weißenbach und weiter in die Ramsau. Etwa auf halber Strecke zwischen Weißenbach und Ramsau-Ort zweigt die Zufahrtsstraße zur Silberkarklamm ab (Hinweistafel "Lodenwalker"). Großer Parkplatz vor der Klamm. |  | Zustieg: 15 Min. Vom Parkplatz die Straße weiter steil bergauf zum Eingang in die Silberkarklamm (Eintrittsgebühr!) und in der Klamm ca. 5 Min. aufwärts zur markanten Einstiegs-Seilbrücke (Bankerl). | Routen-/Steigverlauf: Die Seilbrücke vermittelt den "Zugang" zu den ersten Stahlseil-Sicherungen. Genauer Routenverlauf siehe Anstiegsskizze. | Abstieg: 30 Min. Vom Ausstieg dem rot markierten Steiglein (anfangs kurz bergauf, dann querend und absteigend) folgen zum Wanderweg (von hier entweder in ca. 20 Min. zur schön gelegenen Silberkarhütte aufsteigen oder links bergab zum Klamm-Steig. | Schwierigkeit: Sehr schwierig. Einige Passagen D, sonst meist um C; tw. ausgesetzt und etwas erdig. |

| Gesamtanforderung: mittel | Besondere Gefahren: keine | | Beste Jahreszeit: Mai - Oktober | Funfaktor: schön | | Gestein: Kalk | Flucht-/Abbruchmöglichkeit: keine | | Orientierung: einfach | Kinder/Jugendliche: ab 12 Jahre | Zeiten / Höhenunterschied: Zustieg: 15 Min. / 80 Hm Klettersteig: 50 Min. / 120 Hm (250 m) Abstieg: 30 Min. / 190 Hm Höhenunterschied gesamt: 190 Hm Zeitaufwand gesamt: 1,5 Std. | Expositon: West | Sicherungen: super; durchgehend Stahlseile, Griff-/Trittbolzen, zwei Stahlseilbrücken | Ausrüstung: Klettersteigset, Helm, mittelfeste Bergschuhe |
| Klettersteig Siega | Allgemeines: Der Siega-Klettersteig wurde Ende Juli 2008 eröffnet. In zweiwöchiger Bauzeit wurden 260 m Stahlseil und zahlreiche Trittstifte montiert. Der klassische Sport-Klettersteig verzichtet auf moderne Gestaltungselemente wie Seilbrücken und dergleichen. Namensgeber für den Steig ist Sigmund, der Besitzer der Stangalm. |  | Schwierigkeit: Eine Stelle C/D, meist aber um C bzw. B | Ausrüstung / Material: Komplette Klettersteig ausrüstung und Helm, evtl. Klettersteighandschuhe. Für schwächere Geher und Kinder zusätzlich Seilsicherung. | Höhenunterschied / Zeitaufwand: Zustieg: 1 Stunde, Klettersteig: 140 Hm/45 Min. Abstieg: 50 Min. Gesamthöhenunterschied: 500 Hm | Ausgangspunkt: Parkplatz vor der Silberkarklamm |
Zustieg zum Steig: Durch die Silberkarklamm (Eintrittsgebühr) zur Silberkarhütte. Hinter der Hütte den Holzschildern "Zugang zum Klettersteig 'Siega' C/D" folgen. Eine steile erdige Passage wird mit Hilfe eines Textilseils (A) überwunden. Danach rechts den Steigspuren vorbei an einer Tafel zum Einstieg folgen. Einstiegskoordinaten: N 47°26'37,9", O 13°42'34,3"
Routenverlauf: Vom Einstieg ansteigend nach rechts queren (A). Nach dem ersten Aufschwung (B) folgt ein Spreizschritt (B/C). Über einen zweiten Aufschwung (zuerst C/D, dann B/C) zu einer kurzen ansteigenden Querung (A/B). Ausgesetzt um eine Kante herum nach links queren (zuerst C, dann C/D) und einen Aufschwung hinauf (C). Über eine kurze Querung (A) zum nächsten Aufschwung (C). Im Zick-Zack (anfangs B, zuletzt A) in erdiges Gehgelände (A). Ansteigend (A) zum letzten Aufschwung (B) und in leichtem Gelände (A) zum Ausstieg.
Abstieg: Vom Ausstieg den Steigspuren (rot markiert, max. A) zu Weg 619 folgen und über diesen zurück zum Ausgangspunkt.

Sicherheitshinweise: Durch die Höhe und alleinstehende Lage ist das Dachsteinmassiv auch wegen der Wetterverhältnisse eine Besonderheit. Die extremen Wetterumschwünge müssen unbedingt beachtet werden, innerhalb von Minuten kann das Wetter total umschlagen!
 | | Daher muss jede Tour sorgfältig geplant werden! Blitzgefahr auf Klettersteigen beachten! Auf die richtige Ausrüstung (Steigeisen, Pickel, Seil) bei der Begehung ist zu achten. Alpine Erfahrung, richtige Sicherung auf Klettersteigen, Kondition und entsprechende Ausrüstung sind Vorraussetzung. Zeitangaben, Schwierigkeiten und weitere Informationen durch Tourismus- oder Bergführerbüros!
Alpine Notfallnummer: 140 |
Klettersteige auf der Nordseite das Dachstein
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Quelle: Topos aus "Kletterarena Dachstein Süd", Schall-Verlag, Wien; www.schall-verlag.at und Alpinverlag www.alpinverlag.at


Schwierigkeitsbewertung für Klettersteige
Die Bewertung der Schwierigkeiten im Verlauf eines Klettersteiges unterliegt, ebenso wie bei den Kletterrouten, subjektiven Faktoren und kann daher nur richtungweisend sein. Es wurde versucht, die Problematik der Subjektivität von Schwierigkeitsangaben mit einem möglichst einheitlichen Bewertungssystem in Einklang zu bringen. Dies wird vor allem durch subjektive Faktoren wie Körpergröße, Technik, Trainingszustand, Ausrüstung, psychische Verfassung, usw.), sowie durch objektive Gegebenheiten (Witterung, Nässe, Vereisung, Höhe, Länge, usw.) erschwert. Wichtig erschien vor allem eine verlässliche und lineare Bewertung in den vorgestellten Steigen. Die folgende 5-stufige Schwierigkeitsskala für Klettersteige wird in einigen neuen Klettersteigbüchern bereits verwendet und wurde in Zusammenarbeit mit erfahrenen Fachleuten noch erweitert und genauer definiert.
A = LEICHT (Grün) Einfache, gesicherte Wege. Flache (längere) oder senkrechte (kurze) Leitern und Eisenklammern zumeist im nicht sehr steilen Gelände. Vereinzelte Stellen können bereits ausgesetzt sein, aber einfach zu begehen (z. B.: Felsbänder, kl. Hängebrücken). Das Gelände ist auch ohne Sicherungen leicht zu begehen (Ausnahme: Leitern über kleine Wandstufen) und weist gute Tritte und Griffe auf. Im Allgemeinen ist für trittsichere, schwindelfreie Geher noch keine Klettersteig-Selbstsicherung erforderlich. Für Kinder und Ungeübte ev. ein kurzes Sicherungsseil. |
B = MÄSSIG SCHWIERIG (Blau) Bereits etwas steileres Felsgelände mit teilweise kleintrittigen, ausgesetzten Passagen. Senkrechte, längere Leitern Eisenklammern, Trittstifte oder Ketten, Manche Passagen bereits anstrengend und kraftraubend. Ohne Versicherungen können die felstechnischen Schwierigkeiten bis zum 2. und 3. Schwierigkeitsgrad reichen. Auch viele routinierte Berggeher verwenden bereits eine Klettersteig-Grundausrüstung. Für Anfänger und Kinder ist unbedingt eine Klettersteig-Ausrüstung anzuraten und auf längeren Steigen ein kurzes Sicherungsseil. |
C = SCHWIERIG (gelb) Steiles bis sehr steiles Felsgelände. Größtenteils kleintrittige Passagen, die fast immer ausgesetzt sind. Überhängende Leitern, Eisenklammern und Trittstifte, die auch etwas weiter auseinander liegen können (vor allem für kleinere Leute und Kinder!). Oft senkrechte, nur mit Stahlseil gesicherte Abschnitte. Teilweise bereits sehr kraftraubend. Ohne Versicherungen würden manche steilgesicherte Passagen den 3. oder 4. Schwierigkeitsgrad aufweisen. Längere Aufstiege in diesem Schwierigkeitsgrad zählen bereits zu den großen Klettersteig-Unternehmen. Ungeübten und Kindern ist eine Seilsicherung durch einen erfahrenen Partner zu empfehlen. Selbstsicherung ist auch den routinierten Berggehern anzuraten. |
D = SEHR SCHWIERIG (rot) Senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände. Eisenklammern und Trittstifte liegen vielfach weit auseinander. Sehr ausgesetzter und steiler Fels, der in den meisten Fällen nur mit einem Stahlseil gesichert ist. Längere, senkrechte bis überhängende Passagen, wobei bereits ein gehöriges Maß an Armkraft erforderlich ist und auch einen guten, gesamtkörperlichen Trainingszustand voraussetzt. Manchmal auch in Kombination mit leichter Kletterei (1-2), die ohne Versicherungen bewältigt werden muss. Selbst für sehr Geübte ist eine Klettersteig-Komplettausrüstung obligat (Bergschuhe mit Profilgummisohle vorteilhaft!). Für Anfänger und weniger Geübte ungeeignet. Wird üblicherweise bereits im Seilschalftsverband begangen. |
E = EXTREM SCHWIERIG (schwarz) Extreme Anforderungen an Kraft, Trittsicherheit (Reibungskletterschuhe!) und Schwindelfreiheit! Dieser Schwierigkeitsgrad kommt bei Klettersteigen sehr selten vor. Seilschalftsverband obligat; zumeist kombiniert mit Kletterei. Ansonsten alle Angaben im erhöhten Ausmaß wie unter "D". |
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